Blasenkrebs: Bei Blut im Urin sollte man immer zum Arzt

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Montag, 02. Dezember 2019 07:15

Foto Pixabay.


Etwa 1200 Menschen erkranken in der Schweiz pro Jahr an Blasenkrebs. Das sind etwa 3 Prozent aller Krebserkrankungen. Drei Viertel der Betroffenen sind Männer, ein Viertel Frauen. Fast 60 Prozent der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 70 Jahre oder älter.

Die Harnblase liegt im Unterleib. Sie hat die Funktion, Harn zu speichern und beim Wasserlösen auszuscheiden. Die Blase besteht aus zwei Schichten: der Muskelschicht und der Schleimhaut, welche die Blase innen auskleidet. Blasenkrebs geht von der Schleimhaut aus.

Risikofaktoren
Es gibt keine eindeutige Ursache für Blasenkrebs. Einige Faktoren können jedoch das Risiko erhöhen, an Blasenkrebs zu erkranken. Ein sehr wichtiger Risikofaktor ist das Rauchen. Weitere mögliche Risikofaktoren sind:

  • häufiger und andauernder Kontakt mit bestimmten Chemikalien
  • chronische Blasenentzündung (Zystitis)
  • hoher Schmerzmittelkonsum
  • Bilharziose (Infektion durch bestimmte Parasiten, welche auch die Harnblase befallen)
  • frühere Chemotherapien oder Strahlentherapien im Beckenbereich

Symptome
Blasenkrebs verursacht oft kaum Beschwerden. Blut im Urin kann ein erstes Anzeichen sein. Auch wenn dies nur einmal auftritt, sollten Sie bei rötlich verfärbtem Urin den Arzt aufsuchen. Weitere, aber viel seltenere Symptome sind häufiger Harndrang sowie Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlösen.

Diagnose
Blasenkrebs wird häufig durch eine Blasenspiegelung diagnostiziert: Der Arzt führt ein Endoskop durch die Harnröhre in die Blase ein und untersucht so das Innere der Blase. Eine Ultraschalluntersuchung von Blase und Nieren sowie eine Darstellung der Harnwege mit Kontrastmittel liefern zusätzliche Informationen.

Therapie
Behandelt wird Blasenkrebs fast immer mit einem Eingriff oder einer Operation. Wenn die Krankheit auf die Schleimhaut begrenzt ist, kann man das befallene Gewebe entfernen und die Blase erhalten. Wenn der Krebs sich weiter ausgebreitet hat, muss die Blase entfernt werden. In diesem Fall wird während der Operation eine neue Harnableitung geschaffen, beispielsweise durch eine Ersatzblase oder durch ein Urostoma. Strahlentherapie und Chemotherapie werden vor allem in fortgeschrittenen Stadien eingesetzt.


Quelle und in Zusammenarbeit mit der Krebsliga Schweiz (www.krebsliga.ch). Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Nehmen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Kontakt mit Ihrem Arzt auf oder wenden Sie sich bei Fragen an die Krebsliga Schweiz. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.



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