Buruli-Ulkus: Ein fleischfressendes Geschwür

TCS Info Feed


Montag, 05. November 2018 07:00

Dr. med. Esther Künzli. Foto: HO


Immer wieder liest man Horror-Geschichten, dass sich ein fleischfressendes Geschwür namens Buruli-Ulkus in Australien ausbreite. Dr. med. Esther Künzli, Schweizerisches Tropen- und Public-Health-Institut Basel, gibt Auskunft.

Frau Künzli, was ist Buruli-Ulkus?
Buruli-Ulkus ist eine Infektionskrankheit der Haut, die durch das Mykobakterium (MOTT) Mycobacterium ulcerans, einem Verwandten des Lepra-Bazillus, hervorgerufen wird. Sie kommt typischerweise in tropischen Regionen vor.

Raten Sie von einer Reise nach Australien ab oder empfehlen Sie besonderen Schutz und Vorbereitungen?
Nein, wir raten nicht von einer Reise nach Australien ab. Buruli-Ulkus kommt bei Touristen praktisch nicht vor.

Welche Symptome ruft eine Infektion hervor?
Das häufigste Symptom ist eine offene Hautläsion. Die Infektion kann sich allerdings auch auf die Knochen ausdehnen.

Wie behandelt man Buruli-Ulkus?
Die Behandlung erfolgt entweder chirurgisch oder mit Antibiotika.

Kann die Krankheit tödlich enden?
Nein, normalerweise nicht. Gefährlich werden kann die Erkrankung, falls es zu einer bakteriellen Superinfektion kommt.

Kann man sich dagegen impfen lassen?
Nein, es gibt keine Impfung gegen Buruli-Ulkus.


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: med@tcs.ch



Weitere Beiträge


Ist die Herbstmüdigkeit ein Mythos? Der Experte gibt Auskunft


Zika-Virus: Noch immer gefährlich


SBB: Bahnverkehr schweizweit eingeschränkt


«Antibiotika: Nutze sie richtig, es ist wichtig»


Scharlach, Masern und Röteln: Wann dürfen Kinder nicht fliegen?


Feuer in Kalifornien: Viele Tote, zerstörte Häuser und Tausende Menschen auf der Flucht


Schlafmangel: Wer müde durchs Leben geht, verunfallt fast doppelt so häufig


Mythos oder Wahrheit: 3 Fragen an den Chefarzt


Nasenbluten: Wann sollte man zum Arzt gehen?


Herzinfarkt: Ist Salz besser als sein Ruf?