Mit drei Klicks zur besten Krebsberatung

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Mittwoch, 14. August 2019 07:15

Prof. Dr. med. Philippe Schucht.


Prof. Dr. med. Philippe Schucht, Präsident der European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC), ist Mitgründer von www.trustedoctor.com.

Menschen, die an Krebs erkrankt sind, können dank der Onlineplattform Trustedoctor von Zuhause aus die für sie beste medizinische Beratung finden – weltweit. Philippe Schucht, Sie sind Mitgründer und Chief Medical Officer von Trustedoctor. Warum braucht es die Onlineplattform?
Patientinnen und Patienten wollen sicher sein, dass die verordnete Therapie die richtige ist. Viele haben jedoch an ihrem Wohnort keine Spezialistin bzw. keinen Spezialisten für ihre Krebserkrankung. Es existieren zum Beispiel über 120 verschiedene Hirntumortypen, die unterschiedliche Behandlungsstrategien erfordern. Auf Trustedoctor wird den Patientinnen und Patienten eine Auswahl von Koryphäen präsentiert, über die sie sich transparent informieren können. Das Ziel von Trustedoctor ist also, Patientinnen und Patienten die beste Beratung weltweit für ihre spezifische Erkrankung anzubieten.

Wie funktioniert die Beratung?
Trustedoctor ist eine digitale Informations- und Kommunikationsplattform. Patientinnen und Patienten laden ihre Daten einfach und sicher hoch und vereinbaren einen Online-Termin für eine Videokonferenz mit dem ausgewählten Arzt. Das hat für sie den Vorteil, dass sie von zuhause aus und ohne Wartezeit eine hochwertige Beratung erhalten.

Was unterscheidet Trustedoctor von anderen Plattformen?
Es gibt mittlerweile viele Internetseiten, auf denen Spezialistinnen und Spezialisten eine Zweitmeinung abgeben, wobei sie für die Vermittlung der Patientinnen und Patienten bezahlen. Im Unterschied dazu ist Trustedoctor eine Initiative von Krebsbetroffenen und ihren Angehörigen. Bei Trustedoctor zahlt weder die Spezialistin bzw. der Spezialist noch der Patient eine Aufnahmegebühr. Die Aufnahmekriterien für die Spezialisten beruhen ausschliesslich auf dem Kriterium Qualität.

Wer steckt hinter Trustedoctor?
Gegründet wurde Trustedoctor von Angehörigen. Sie waren frustriert über die fehlenden Informationen zu Krebsspezialistinnen und -spezialisten und wünschten sich mehr Transparenz und Vergleichbarkeit. Patientenorganisationen waren begeistert, weil Trustedoctor die Ärztinnen und Ärzte nach objektiven Kriterien auswählt. Ich persönlich unterstütze Trustedoctor in allen medizinischen Belangen, gemeinsam mit Roger Stupp.1

Die Spezialistinnen und Spezialisten legen ihr Honorar selber fest. Was bedeutet das?
Die Tarife sind in der Regel national bestimmt; in der Schweiz durch Tarmed, den Tarif für ambulante ärztliche Leistungen. Der Spezialist verlangt das landesübliche Honorar.

Die Vision von Trustedoctor ist, dass alle Betroffenen Zugang zur weltbesten Behandlung für ihren spezifischen Fall haben – vorausgesetzt, sie verfügen über einen Internetzugang, sind einigermassen gebildet und können es sich leisten. Muss sich Trustedoctor den Vorwurf der Zweiklassenmedizin machen lassen?
Krebspatientinnen und -patienten aus Kenia und Uganda oder aus Polen und Litauen kommunizieren über Trustedoctor mit westeuropäischen Onkologinnen, auch mit ihrem lokalen Onkologen zusammen. Diese Patienten könnten sonst nur unter erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand eine hochwertige Zweitmeinung einholen. Dank Trustedoctor sind die Kosten minim. Das Projekt beseitigt somit viele Barrieren und ermöglicht Krebsbetroffenen den Zugang zu einer erstklassigen Medizin, die sonst ausser Reichweite wäre.

Quelle und mehr Infos: www.inselgruppe.ch


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: med@tcs.ch



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