Protest der «Gelbwesten»: Eskalation in Paris

TCS Info Feed


Samstag, 01. Dezember 2018 20:55

Bild: Twitter


Tränengasschwaden, brennende Autos, Barrikaden und fliegende Steine auf den Champs-Élysées. In Paris herrschte heute Samstag Ausnahmezustand.

Seit dem Morgen erinnert die Champs-Élysées an Szenen aus dem Bürgerkrieg: Niedergerissene Barrikaden und Sicherheitssperren zieren das Strassenbild, immer wieder kommt es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Am frühen Nachmittag richtet sich die Gewalt der Proteste gegen die Autos von Anliegern, am späten Nachmittag lodern die ersten Fahrzeuge lichterloh.

Die Bilanz bis Samstagabend: +++ 183 Festnahmen +++ 80 Verletzte +++ 5 500 Demonstranten in Paris +++ 75 000 Protestler landesweit+++

Hintergrund für die schockierende Bilder: Der Protest, der sogenannten «Gelbwesten»-Bewegung. Seit drei Wochen demonstriert sie gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron. Eines ihrer Kernanliegen: Die steigenden Spritpreise. Die «Gelbwesten» fordern ausserdem Steuersenkungen sowie eine Anhebung von Mindestlohn und Renten.

Auch am Samstag hatten Initiatoren in den sozialen Netzwerken zu erneuten Protesten aufgerufen. Das Ausmass: verheerend. Nach Angaben der französischen Regierung versammelten sich 5 500 Demonstranten auf den Champs-Elysees, darunter 1 500 gewaltbereite Unruhestifter.

Haben Sie eine Reise in dieses Gebiet geplant?
Im Zweifel sollte vor Beginn der Reise mit der Fluggesellschaft, dem Hotel oder dem Reiseveranstalter Kontakt aufgenommen werden um sich über die Situation vor Ort zu erkundigen.

Wichtige Kontakte im Notfall:

  • Einsatzzentrale ETI – dringende Assistance-Anfragen im Ausland: +41 58 827 22 20
  • TCS Mitglieder in der Region: Aktivieren Sie das Modul «Travel Safety» der TCS App
  • Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (eda) Helpline: Tel. +41 800 24 7 365 oder +41 58 465 33 33

Anzeige

eti sept


Weitere Beiträge


Magnesiummangel: Kann der Körper Magnesium selbst herstellen?


Tödliche Verwechslungsgefahr: Der Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger


Vulkanausbruch: Zwei Kilometer hohe Aschewolke über Bali


Medizinischer Notfall im Flugzeug: Wer kommt für die Kosten auf?


Oster-Terror: Mehr als 300 Tote bei Explosionen in Kirchen und Luxushotels


Osterstau: Warum langes Sitzen im Auto gefährlich werden kann


Mehrere Tote: Touristenbus überschlägt sich auf Ferieninsel Madeira


Kann die Pollenallergie vererbt werden? Was die Expertin dazu sagt


Feuer-Inferno in der Touristenmetropole Paris: Brand in Notre-Dame unter Kontrolle


Streiks an allen Flughäfen: Spanien-Urlaubern droht an Ostern ein Chaos