Psoriasis: Was verbirgt sich dahinter?

TCS Info Feed


Mittwoch, 30. Oktober 2019 07:15

©Going Public


Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Krankheit, bei der in erster Linie die Haut betroffen ist.

Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis. 95 Prozent der Betroffenen leiden an der gewöhnlichen Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), die an den runden oder ovalen, geröteten oder schuppenden Herden an der Hautoberfläche erkennbar ist. Diese Hautveränderungen können am ganzen Körper vorkommen, die am häufigsten befallenen Stellen sind jedoch die behaarte Kopfhaut, die Ellbogen, die Kniestreckseiten, die Kreuzbandregion und die Analfalte.

Psoriasis betrifft nicht nur die Haut: Bei etwa zwei Dritteln aller Betroffenen tritt zusätzlich Nagelpsoriasis auf, das heisst Finger- und Zehennägel bekommen kleine Dellen, werden dicker oder verformen sich. Rund 20 Prozent der Erkrankten leiden an Psoriasis-Arthritis, einer schmerzhaften und bewegungseinschränkenden Entzündung der Gelenke, Sehnen und der Wirbelsäule.

Psoriasis ist nicht lebensbedrohend, kann aber in schweren Fällen zu Arbeitsunfähigkeit und Invalidität führen.

Psoriasis gilt als eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Hautkrankheiten. Betroffen sind etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung. Sie kann in jedem Alter auftreten, meist erscheinen die ersten Krankheitssymptome entweder bereits im Jugendalter oder etwa ab dem 40. Altersjahr.

Therapie und Behandlung
Es ist bis heute nicht möglich, Psoriasis zu heilen. Eine entsprechende Therapie kann die Krankheitssymptome jedoch so weit reduzieren, dass die Patienten ein weitgehend normales Leben führen können. Es ist nicht immer einfach, die geeignete Therapie zu finden. Was bei den einen Patienten wirksam ist, muss bei anderen Patienten nicht immer zu gleichen Resultaten führen. Bei Schwangerschaft ist grosse Vorsicht geboten; alle Therapien bzw. Änderungen der Therapie sind mit dem Dermatologen zu besprechen.

Die Wahl der Therapie hängt von folgenden Faktoren ab:
• Art der Psoriasis
• Ausdehnung und Schweregrad der Psoriasis
• Alter, Geschlecht und Lebensumstände der Patienten
• Reaktion der Patienten auf frühere Therapien

Für Psoriasis existieren die folgenden Therapien, die auch oft kombiniert angewendet werden:
• Lokale Therapie: Äussere Behandlung mit Salben
• Photo-Therapie: Äussere Behandlung mit Licht (UVA, USB, zum Teil kombiniert mit Medikamenten oder Bädern)
• Systemische konventionelle Therapie: Innere Therapie mit Medikamenten
• Biologika-Therapie (ebenfalls systemisch): Innere Therapie mit Medikamenten
• Klima-Therapie: Aufenthalt in den Bergen oder am Meer
• Komplementäre Therapie: Diverse äussere oder innere Therapien.

Eine rückfettende Hautpflege und das Vermeiden von Faktoren, die eine Psoriasis verschlimmern können, ergänzen eine Behandlung und sind auch in erscheinungsfreien Intervallen wichtig.


Quelle und in Zusammenarbeit: Schweizerische Psoriasis- und Vitiligo-Gesellschaft (www.spvg.ch). Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker oder wenden Sie sich an info@spvg.ch. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: med@tcs.ch



Weitere Beiträge


Australien: Sydney in dichten Rauch gehüllt


Hausstaubmilbenallergie: Regionen oberhalb 1 200 Metern über Meer sind empfehlenswert


Neuseeland: Vulkanausbruch überrascht Touristen und fordert fünf Todesopfer


Wie sich Sportverletzungen von Frauen und Männern unterscheiden


Tuberkulose ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Was der Chefarzt dazu sagt.


Generalstreik legt Frankreich lahm


Blasenkrebs: Bei Blut im Urin sollte man immer zum Arzt


Herz-MRI: Die Röhre bringt es an den Tag


Schulterausrenkung: Was der Notfall-Professor sagt


Hypochondrie: Wenn die Angst vor Krankheiten krank macht