Selbsthilfe: Das Leben in die Hand nehmen

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Montag, 21. Oktober 2019 07:15

Foto Pixabay.


Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Hilfe und Solidarität sind die wichtigsten und prägendsten Merkmale der gemeinschaftlichen Selbsthilfe. Doch was versteht man genau unter dem Begriff gemeinschaftliche Selbsthilfe?

Gemeinschaftliche Selbsthilfe ist sehr vielseitig und kann unterschiedliche Formen annehmen. Verschiedene Ausprägungen der Selbsthilfe sind örtliche Selbsthilfegruppen, die Vernetzung einzelner Personen miteinander (bei seltenen Themen) und Selbsthilfeangebote im Internet. Alle diese Ausprägungen haben eines gemeinsam: Menschen mit demselben Problem, einem gemeinsamen Anliegen oder in einer gleichen Lebenssituation schliessen sich zusammen, um sich gegenseitig zu helfen.

Welche Aufgaben haben die Selbsthilfezentren in der Schweiz?
Die regionalen Selbsthilfezentren sind zuständig für die Förderung und Vernetzung von Selbsthilfegruppen zu allen Themen des Sozial- und Gesundheitsbereichs ihrer Region. Sie gewährleisten den Überblick über bestehende und geplante Selbsthilfegruppen ihres Zuständigkeitsgebietes und sind Anlauf-, Informations- und Beratungsstellen für und über Selbsthilfegruppen. Ihre fachliche Ausrichtung basiert auf dem Empowerment-Konzept und stellt die Förderung von Autonomie, Selbstbestimmung und Selbstveränderung der Betroffenen ins Zentrum.

Die Mitarbeitenden verstehen sich als Wegbereitende für den Aufbau und die Begleitung von Selbsthilfegruppen. Fragen um den Beitritt oder die Gründung von Selbsthilfegruppen werden mit den Betroffenen geklärt. Die Beratung erfolgt ressourcenorientiert mit dem Ziel, Selbsthilfe-Bestrebungen der ratsuchenden Person zu unterstützen. Dazu gehört auch die Information über die Möglichkeiten und Grenzen von Selbsthilfegruppen.

Die Selbsthilfezentren verstehen sich als Teil eines schweizerischen Netzwerks, das eine gute Positionierung der Selbsthilfe in der Schweiz anstrebt. Die Zusammenarbeit mit anderen Selbsthilfezentren in der Schweiz wie auch mit der nationalen Geschäftsstelle der Stiftung Selbsthilfe Schweiz ist integraler Bestandteil des Auftrags.

In der Schweiz gibt es über 2500 Selbsthilfegruppen zu rund 300 Themen. Bei 75 Prozent geht es um Gesundheitsthemen. Die restlichen 25 Prozent der Gruppen befassen sich mit sozialen Themen.

  • Soziale Themen: Besondere oder belastende Lebenssituationen, Beziehung, Ehe, Partnerschaft, Familien- und Erziehungsfragen, Genderthemen und kritische Lebensereignisse
  • Gesundheitsthemen: Andere, nicht eindeutig zuteilbare gesundheitsrelevante Themen, kognitive Beeinträchtigung, körperliche Behinderung, psychische Krankheiten, somatische Krankheiten und Sucht
  • Anderes

Alle Themen sowie Anlaufstellen finden Sie hier.

Quelle und weitere Infos: Selbsthilfe Schweiz


Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker oder wenden Sie sich an die Selbsthilfe Schweiz unter der Nummer 061 333 86 01. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.

Für Anregungen und Inputs, können Sie uns gerne per Mail kontaktieren: med@tcs.ch



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