Unwetter in Italien: «Apokalyptische Situation»

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Sonntag, 04. November 2018 11:24

Portofino. Foto: Twitter @H2020RECONECT


Seit einer Woche herrschen in weiten Teilen Italiens Unwetter mit Starkregen und Sturm. Besonders betroffen ist der Norden des Landes.

Die schweren Unwetter haben einen Grossteil der Dolomiten-Provinz Belluno verwüstet. Zivilschutzchef Angelo Borrelli sprach am Sonntag von einer «apokalyptischen Situation». In mehreren Orten gibt es seit Tagen kein Strom, teils auch kein Trinkwasser. Nach einem Erdrutsch am Freitag sind einige Dörfer nicht erreichbar.

«Ganz Italien hat unter den Unwettern gelitten, doch im Raum von Belluno ist die Lage besonders schlimm», sagte Borrelli in einem TV-Interview. Acht kleine Berggemeinden seien noch isoliert. «100 000 Hektar Wald sind durch Erdrutsche zerstört worden. Strassen müssen neu gebaut werden. Wir müssen sofort eingreifen, weil die Gefahr der Entvölkerung dieser Berggemeinden konkret ist.» 3000 ehrenamtliche Helfer seien im Einsatz, um die Strassen nach Erdrutschen und Überschwemmungen zu säubern.

Schwere Schäden wurden auch in der Provinz Udine gemeldet. Der Wald im Saisera-Tal in der Gemeinde Tarvis wurde zum Grossteil zerstört. Der Sturm riss Schneisen in die Forste. Tausende Bäume seien entwurzelt, berichteten die Förster.

Im ligurischen Luxusbadeort Rapallo wird befürchtet, dass Treibstoff aus den 211 Jachten, die bei den Unwettern am letzten Montag zerstört wurden, ins Meer gelangen. Der Badeort Portofino war auf dem Strassenweg bis Samstagabend noch immer nicht erreichbar.

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